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Lebensqualitäts-Sphären:

Wo die Sphären-Musik erklingt
Lebensqualität ist alles andere als einfach. Unser Modell der sechzehn Lebensqualitäts-Sphären hilft Ihnen, sich zu orientieren.Lebensqualität hat viele Facetten - oder eben Sphären. Auf Grund unseres Wissens um Lebensqualität haben wir die sechzehn wichtigsten Lebensqualitäts-Sphären identifiziert und benannt. Wie jede solche Einteilung kann auch diese kritisiert werden. Sie hat sich jedoch bereits als erhellend und brauchbar erwiesen.
Vertiefte Informationen über das Konzept der Lebensqualitäts-Sphären sowie über alle sechzehn einzelnen Sphären finden Sie im nebenstehend erwähnten Buch, das auch im Internet zugänglich ist. Direkt zum Einstiegskapitel über Lebensqualitäts-Sphären gelangen Sie hier.
Die einzelnen Lebensqualitäts-Sphären und ihren Beitrag zur generellen Lebensqualität werden wir auf dieser Plattform weiter durch Befragungen erforschen. Ansatzweise ist dies am Beispiel der Lebensqualitäts-Sphäre Nachhaltigkeit bereits geschehen.
Die sechzehn Lebensqualitäts-Sphären
Materie (Einkommen,
Besitz, Konsum, Güter)
Gesundheit (körperlich, geistig, seelisch)
Tun (Arbeit
– bezahlte und freiwillige, Aktivität, Kreativität, Leistung, Wirkung)
Beziehungen (Liebe,
Familie, Freundschaft)
Raum (Wohnsituation, Wohnort, Mobilität)
Zeit (Integration von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Lebens-Tempo, Oasen im
hektischen Zeitstrom)
Sinn (Lebens-Sinn, Sinn-Quellen, Naturerleben, Spiritualität, Religion)
Stabilität (Tradition,
Sicherheit, Kontrolle)
Eigenes (Selbstverwirklichung, Treue zu sich selbst, Unabhängigkeit, Lebensgestaltung
nach eigenen Werten, Selbst-Kompetenz)
Lebensfreude (Glück,
Genuss, Freude, Abwechslung)
Reifung (im Reinen
mit sich sein, ständiges Dazulernen, Selbst-Bewusstsein, Vertrauen in inneren
Kompass, Weisheit)
Echtheit (Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Wahrhaftigkeit, Selbständigkeit)
Offenheit (Humor,
Optimismus, Intelligenz, Zufriedenheit, Konfliktkompetenz)
Respekt (im Umgang
miteinander sowie mit Natur und Kulturen, Zuverlässigkeit, Treue, Toleranz)
Nachhaltigkeit (Umwelt-Verantwortung gegenüber nächsten Generationen, soziale Gerechtigkeit,
Gleichberechtigung, Menschenrechte)
Lebens-Kunst (Sinn für
das richtige Maß, Balance zwischen Lebensbereichen, Integration aller
Lebensqualitäts-Sphären)
Erste Ergebnisse
(aus der Lebensqualitäts-Studie April 2009)
Bedeutung der Lebensqualitäts-Sphären für generelle Lebensqualität
In einem ersten Schritt wurde danach gefragt, wie
wichtig jede Sphäre für die eigene generelle Lebensqualität sei, wofür eine Skala von 1 (völlig unbedeutend) bis 10 (extrem wichtig) zur
Verfügung stand. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Grafik dargstellt.
Zunächst fällt auf, dass es keine wirklich unwichtige Sphäre gibt. Der tiefste
Durchschnittswert liegt bei 6.4. Und tatsächlich werden die Skalenwerte
zwischen 1 und 5 kaum gewählt, so dass wir mit Recht den Streubereich zwischen
5 und 10 festlegen und dies in der Grafik entsprechend abbilden können. Das
trägt der Tatsache Rechnung, dass dort, wo es nichts Unwichtiges gibt, die
Differenzierungen im Nahbereich des Wichtigen entscheidend werden.
Tatsächlich zeigt die folgende Grafik, dass alle sechzehn
Sphären einen wichtigen Beitrag zur generellen Lebensqualität leisten, nur eben
nicht einen genau gleich wichtigen. Immerhin schwanken die Mittelwerte zwischen
6.4 (Materie) und 9.2 (Gesundheit), also um fast
drei Punkte. Hier wird also sehr wohl differenziert. Dieser Eindruck verstärkt
sich noch, wenn wir nur die „Extremwerte“ berücksichtigen, also die Skalenwerte
9 und 10: Diese Wahl treffen bei „Materie“ nur gerade 6 Prozent, bei
„Gesundheit“ dagegen 82 Prozent!

Diese Differenzierungen zeigen, dass unterschiedliche
Menschen die subjektive Bedeutung der einzelnen Lebensqualitäts-Sphären
unterschiedlich gewichten. Kaum jemand lässt eine Sphäre ganz aus, doch die
Mischungsverhältnisse sind so individuell, wie dies angesichts des individuellen
Charakters von Lebensqualität nicht anders zu erwarten war. Dabei produzieren
die Sphären unterschiedliche Differenzierungen: Über den extrem hohen
Stellenwert von Gesundheit und Beziehungen für die eigene Lebensqualität
herrscht weitgehende Einigkeit, bei anderen Sphären sind die Ausschläge
wesentlich grösser.
Zufriedenheit mit den einzelnen Lebensqualitäts-Sphären
Eine wesentlich geringere Differenzierung ergibt sich
bei der Frage nach Zufriedenheit mit der eigenen Lebensqualität in den
einzelnen Sphären. Hier schwanken die Werte nur zwischen
7.1 (Materie) und 8.3 (Echtheit), und im Schnitt liegen sie bei 7.7, also
ebenfalls im bereits mehrfach angetroffenen magischen Bereich. Dieses Ergebnis
lässt etliche Fragen offen: Ist Zufriedenheit eine weitgehend stabile und damit
nicht zu beeinflussende Grösse? Ist es egal, was wir tun, weil sich unsere
Zufriedenheit ohnehin nicht steigern lässt? Gibt es so etwas wie einen
gläsernen Deckel bei der Zufriedenheit mit unserer Lebensqualität, den wir
nicht durchbrechen können? Fragen über Fragen – wir bleiben dran!

Noch spannender wird es, wenn wir die gemessene
Zufriedenheit mit der Bedeutung der jeweiligen Sphäre gewichten. Dafür drehen
wir den Wert für Zufriedenheit in einen solchen für Unzufriedenheit (10 minus
tatsächlichem Wert, ergibt einen Unzufriedenheitswert von 1 bis 9) und
multiplizieren ihn mit dem Wert für die Bedeutung der Sphäre, weil
Unzufriedenheit in einer wichtigen Sphäre höher zu gewichten ist als in einer
unwichtigen. Wie die Grafik zeigt, wird der maximale Wert für gewichtete
Unzufriedenheit (9 mal 10) bei weitem nicht erreicht, und die Unterschiede
zwischen den einzelnen Sphären sind gering. Wenig Erkenntnisgewinn also, ausser
dass wir überall ziemlich zufrieden sind. Und das ist ja auch schon was...
