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> spirit.ch > Impulse >Bildbetrachtung zu "Swisspi"

Assoziationen zum spirit.ch-Logo:

Was will uns diese Werbung sagen?

Passend zum schweizerischen Nationalfeiertag, dem 1. August, habe ich mich von unserem spirit.ch-Logo zu einigen Gedanken über den Spirit der Schweiz anregen lassen. Herausgekommen sind Überlegungen, die an keiner Landesgrenze Halt machen dürften und deshalb Schweizerinnen wie Nichtschweizern zur Anregung dienen könnten.

Damals (es muss etwa 18 Jahre her sein) gab es für "siwss made" nur ein Symbol: die Armbrust - ein reichlich kriegerisches und defensives Bild. So heckten der damalige Präsident der GfM (Schweizerische Gesellschaft für Marketing) und ich, der ich sein Berater war, den Plan aus, etwas für eine "offene, innovative und selbstbewusste Schweiz" zu tun. Als erstes musste ein visuelles Symbol für diesen neuen Swiss Spirit her. Nach etlichen Irrungen durch den Dschungel des eidgenössischen Verbandswesens wurde schliesslich ein Wettbewerb ausgeschrieben, der mehrere hundert Entwürfe produzierte - sowohl von Profis wie von Amateuren.

An Einzelheiten der Beratungen der Jury, deren Mitglied ich auch war, erinnere ich mich natürlich nicht mehr. Klar war am Schluss jedoch der Sieger-Entwurf - unser heutiges spirit.ch-Logo. Er stammte, wie sich herausstellte, von einem renommierten und schon etwas älteren Grafiker. Gar nicht ältlich, sondern im Gegenteil jung-dynamisch erschien der Jury damals die Idee, dem Schweizer Kreuz, dem ohnehin kaum zu übertreffenden Symbol für dieses Land, Beine zu geben, und damit die Möglichkeit, aus der Erstarrung auszubrechen und sich buchstäblich auf die Socken zu machen.

An diesem Ersteindruck hat sich bis heute nichts verändert, weshalb wir froh und glücklich darüber sind, dieses starke Symbol jetzt für spirit.ch einsetzen zu können. Mit einem Lächeln auf den Lippen vorwärts zu blicken und mutig die Zukunft anzugehen, ist eine Geisteshaltung, die gerade jetzt gefragter ist denn je. Und zugleich enthält die Zeichnung mit ihrer comicartigen Übertreibung (wehende Haare, Bewegungs-Schweif) auch jenes Augenzwinkern, das uns dazu einlädt, nichts, nicht einmal kraftvolle Durchhalte-Parolen, bierernst zu nehmen...

Die Figur, die auf den ersten Blick so niedlich wirkt, dass wir sie damals spontan Swisspi (abgekürzt aus Swiss Spirit) nannten, enthält für mich aus heutiger Sicht zwei zusätzliche Botschaften, die alles andere als niedlich sind. Die erste steckt in der Personalisierung des Schweizer Kreuzes, das dadurch buchstäblich ein Gesicht erhält. Das verweist uns darauf, dass bei allen Beschwörungen der Gemeinschaft, die gerade zum Nationalfeiertag Hochkonjunktur haben, ein abstraktes Gebilde wie ein Land oder eine Nation immer aus Individuen besteht, in deren Kopf sich zuerst was ändern muss, wenn sich im Ganzen etwas ändern soll. Um Schiller abzuwandeln: Im einzelnen Kopf muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland!

Die zweite Botschaft liegt für mich um Umstand, dass bei allen Abwandlungen unseres Logos hinter dem neuen Bild immer noch die Urform des Schweizer Kreuzes sichtbar ist: ein Kreuz mit vier gleich langen Schenkeln und einem Zentrum. Für mich symbolisiert dieses Ur-Bild so schöne Werte wie in meiner Mitte sein, in mir ruhen, Gelassenheit, Klarheit über mein Wollen und meine Werte, geistige Unabhängigkeit. Um es in einem Wort auszudrücken: Souveränität.

Im schweizerischen Selbstverständnis ist das Volk der Souverän, also jene Instanz, die entscheidet, wo es lang geht. Die Frage ist nur: Wie souverän ist dieser Souverän? Gerade in der Schweiz verwechseln etliche Betonköpfe noch immer Souveränität mit äusserlicher Unabhängigkeit. So als ob all die Probleme und Herausforderungen einer globalisierten Welt exakt an der Schweizerischen Landesgrenze Halt machen würden... Nein, Souveränität muss heute etwas anderes bedeuten, nämlich eine Geisteshaltung - oder eben einen Spirit - die all die genannten Werte umfasst, und noch einige mehr.

Zusammen genommen also ein klarer Fall: Souveränität beginnt im (einzelnen) Kopf. Und diese Botschaft beschränkt sich nun keineswegs auf dieses kleine Land im Herzen Europas. Wenngleich sie dort auf eine besonders geeignete kulturelle DNA trifft. Darauf verweisen das Logo und die Domain-Endung .ch. Noch wichtiger aber ist der Begriff spirit - und dessen Inhalt beschränkt sich nun defintiv nicht auf ein einzelnes Land. Weshalb bei spirit.ch alle Nationalitäten willkommen sind.

Der schweizerische Nationalfeiertag bietet "nur" einen hübschen Anlass, sich auf die Kernbotschaft, wonach ein souveränder Spirit viel zur eigenen Lebensqualität beitragen kann, zu besinnen, denn der Charakter der einschlägigen Feiern ist eher besinnlich. "Besinnen" oder gar "sinnieren", das klingt altmodisch. Neudeutsch würden wir wohl "Selbstreflexion" sagen. Oder wie die alten Griechen, die schon wussten, dass Selbsterkenntnis der unerlässliche erste Schritt zu einer souveränen Geisteshaltung ist, es in der berühmten Aufschrift am Apollo-Tempel in Delphi formulierten: Gnothi seauton - erkenne Dich selbst! Eine wunderbare Gelegenheit dazu bietet die Beteiligung an unserem Lebensqualitäts-Basis-Fragenspiel...

Selbstreflexion heisst zunächst Innehalten, für Momente austreten aus der Tretmühle des ewigen Vorwärts. Genau diese Botschaft steckt für mich in dem einen Moment der bewegten Version unseres Logos, in dem die Vorwärtsbewegung stockt, das Männchen wieder zum Kreuz wird und erst noch die Farbe wechselt. Schauen Sie mal genau hin:

laufendes spirit.ch-Logo

Diese animierte Version hat übrigens vor auch schon zehn Jahren ein Mitbewohner meines damaligen Dorfes gemacht - aus reinem Jux und Tollerei - und sie mir dann geschenkt. Ja, der Geist weht wirklich, wo er will, gerade hier im Grenzgebiet aus Deutschland, Schweiz und Österreich...


Kommentare:

Lieber Andreas

Herzlichen Dank für Dein bewegtes und bewegendes Sinnieren zur Frage der Selbsterkenntnis inmitten einer voranschreitenden Schweiz. Es fühlt sich an wie generell an Geburtstagen: für Wunschdenken ist man dann besonders offen. Aber Wünsche setzen ja positive Energien frei! Ich hoffe auf ein entsprechendes Feuerwerk!

Beste Grüsse aus Mutzenbern

Margrit Bossart

(30.Juli 2009)


Guten Abend Andreas

soeben habe ich Deine Gedanken zum 1. August gelesen und mich mit dem Gesagten identifiziert.
Schade, dass man auf dieser Seite keine Kommentare schreiben kann.

Einiges kam mir schon in meinen Kopf beim Lesen.

Zum Beispiel, dass Souveränität, wie Du sie beschreibst für mich nur denkbar ist in geistiger und materieller Unabhängigkeit.
Ich kann nur offen und ohne Einschränkung jemandem gegenüber treten, wenn ich ihn so wie er ist akzeptiere und er mich aber auch.
Erst dann bin ich souverän.
Auf unsere Heimat übertragen heisst das, dass wir uns auf unsere eigenen Werte, unsere eigenen Fähigkeiten und auf unseren eigenen Willen verlassen können müssen, wenn wir vorbehaltlos andere Ansichten anhören und in unseren Köpfen und Herzen bedenken wollen. Ohne diesen souveränen Massstab verlieren wir uns oder werden masslos.
Abhängigkeiten von fremden Gesetzen und Vorschriften oder Geldern sind niemals freie Massstäbe.

Es heisst aber auch, dass wir uns von niemandem unsere Werte verurteilen lassen sollten. Auch nicht zerstören!

Und nun denke man weiter.

UBS - USA, Schuldzuweisungen an unsere Gesetze, wenn die eigenen (deutschen, französischen, amerikanischen, etc.) die dortigen Bürger in die (Steuer)Flucht treiben.
EU Beitritt, Atalanta-Einsatz.

Jeder mag für sich selber weiter denken.

Im Zentrum des dynamischen Kreuzes, welches mutig voranschreitet, steht sein - mein - eigenes Sein. Jedes Individuum besinnt sich auf sich und seine eigenen Werte und kann dabei die eigene Souveränität erkennen. Solch souveräne Bürger schaffen einen souveränen Staat.

EInen schönen und besinnlichen Nationalfeiertag wnsche ich Dir und Deinem Umfeld.

Mit herzlichen Grüssen, Andreas

(31. Juli 2009)

 

 

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